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Sterben die Palmen aus?

Die Roadmap gegen den malayischen Palmrüssler!

 

Der malayische Palmrüssler, auf lateinisch Rhynchophorus ferrugineus stellt eine sehr ernstzunehmende Gefahr für den gesamten Bestand an Palmen in Spanien und auch allen anderen Ländern dar.

 

Der Ernst der Lage:

Einige Regierungen (wie die der Kanarischen Inseln) gehen sogar von einem Aussterben einzelner Palmenarten aus und haben daher begonnen eine Gen-Datenbank Ihrer Palmen anzulegen!

 

Was kann getan werden? Erfolgversprechende Maßnahmen lassen sich wie folgt gliedern:

•  Beseitigung der Brutstätten:

Jede befallene Palme muss sofort angemessen behandelt werden, um eine Verbreitung der Parasiten zu unterbinden. Essenziell ist, dass diese Behandlung rechtzeitig erfolgt, bevor die Larven schlüpfen und den Wirts-Baum verlassen!
In diesem Zusammenhang ist die Verschleppung der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen durch die spanischen Behörden maßgeblich an der nahezu ungehinderten Verbreitung der malayischen Palmrüssler beteiligt.

 

 

•  Schutz gesunder Palmen vor Befall:

Eeine generelle prophylaktische Behandlung der Phönix Palmen mit Pestiziden scheint sinnvoll um eine Eiablage bzw. Schlüpfen den Maden zu unterbinden. Leider muss diese Behandlung während der gesamten warmen Jahreszeit (ab 18°) alle paar Wochen wiederholt werden, womit eine erhebliche Umweltbelastung durch die Menge an Pestiziden, sowie eine nicht zu unterschätzende Kostenbelastung für alle Eigentümer von Phönix und ähnlichen Palmsorten entsteht.
Dieses Geschäft mit der Giftspritze erscheint den in Andalusien ansässigen Gärtnern wohl die atraktivste Methode mit dem "picudo Rojo" Geld zu verdienen, denn diese Arbeit ist nicht anstrengend und daher spritzen sie gern irgendwas auf die Bäume, ob es hilft oder nicht ist egal, Hauptsache immer wieder bequemes Geld verdienen.

• Pheromon und andere Fallen:

Die Versuche mit Pheromon Fallen fliegende Palmrüssler zu eliminieren sind wohl eher als absurd zu bezeichnen. Mit Pheromon Fallen lassen sich nur ganz geringe Anteile der adulten Tiere fangen, was keine Entschärfung der Lage bewirkt, allenfalls eignen sich diese Fallen zum Nachweis eines Befalls. Dass man dies in Spanien dennoch versucht, hängt zusammen mit wirtschaftlichen Interessen der Produzenten, welche natürlich "Amigos" unter den Entscheidungsträgern haben.

•  Behandlung befallener Palmen

Strittig ist, inwiefern sich befallene Palmen überhaupt noch retten lassen. Ausschlaggebend ist hier der Zeitpunkt, wann die Behandlung begonnen wird.
Sobald eine Phönix- / oder Dattel-Palme keine senkrecht stehenden, frischen Äste mehr aufweist ist Alarm geboten. Der üble Schädling bevorzugt nämlich, (wie auch menschliche Gourmets) das zarte Palmherz, die einzige Wachstumszone der Palmen.
Ist das Palmherz erst mal zerfressen gibt es für die Palme keine Rettung mehr.
Nur zu Beginn des Befalls lassen sich Palmen retten, indem die Maden, welche bis zu 5cm lang und 14mm dick werden, daran gehindert werden das Herz der Palme, was etwa die Größe eines Fußballs erreicht aufzufressen.
Da manche Palm-Bäume von bis zu 200 Stück der parasitären Maden befallen werden, kann die Zerstörung des Palmherzens innerhalb weniger Tage erfolgen.

    •  Behandlung mit toxischen Substanzen:
    Da die schädlichen Maden ihren zerstörerischen Fraß, im Inneren der Krone Ihrer Wirtsbäume durchführen, sind sie dort nahezu perfekt geschützt.
    Injektionen von Pestiziden in den Stamm und die Krone der Palme erreichen nur dann ihr Ziel, wenn sie zum einen rechtzeitig, zum anderen sehr massiv durchgeführt werden. In Gärten, welche von Menschen genutzt werden, ist abzuwägen, ob das Gesundheitsrisiko den Bewohnern tragbar erscheint.

    •  Behandlung mit physikalischen Methoden:
    Versuche, die Fraßgänge mit heißer Seifenlauge, welcher pflanzliche Gifte zugefügt wurde, zu durchspülen führten zu einer Eliminierung der am Palmherz fressenden Maden.
    Wenngleich aufwendiger, als die etablierte Behandlung mit hoch dosierten Pestiziden, erscheint diese Vorgehensweise speziell in bewohnten Gärten durchaus angebracht.

 

Resümee:

Genau wie Ratten, Flöhe oder Malariamücken wird wohl auch dieser Plagegeist sich nicht ausrotten lassen, doch um den malayischen Palmrüssler unter Kontrolle zu halten und uns auch weiterhin am Anblick prächtiger 30-70 Jahre alter Palmen zu erfreuen, ist es notwendig, alle geeigneten Maßnahmen parallel zu ergreifen. Wer hier tatenlos zusieht wie sich rücksichtslose Geschäftemacher die Taschen füllen macht sich mit schuldig daran, dass unsere Umwelt mal wieder etwas Schönes verliert, den das Aussterben der Palmen ist durchaus möglich, was den Schädling jedoch nicht am Überleben hindert, denn auf seiner Speisekarte stehen neben der besonders schmackhaften Phönix Palme auch die etwas zäheren Washington Robusta, die Yucca Palmen, sowie Agaven und Aloe vera, welche er verspeisen wird, sobald keine Dattelpalme mehr zu finden ist.